Romantik (Fassung 2017)

5:34 Minuten

Die Romantik umfasst einen Zeitraum von etwa 1800 bis zum späten 19. Jahrhundert. Als Kunstepoche entwickelt sie sich teilweise parallel zum Klassizismus und ist vor allem nördlich der Alpen stilbildend.
Während die Künstler des Klassizismus sich um klar definierte und durchdachte Kompositionen bemühen, stellen die romantischen Maler besonders in Deutschland die Verbindung zwischen Landschaft und Gemüt in den Vordergrund. Sie sehen in der Verbundenheit mit der Natur einen Schlüssel zum Verständnis der Welt.
In Deutschland sind Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge Pioniere des „Stimmungsgemäldes“, in England William Turner. Er löst in seinen Bildern die Landschaftselemente in Lichtimpulse und Farbströmungen auf. Diese Maltechnik weist schon auf den später auftretenden Impressionismus hin und ist in ihrer gewollten Verschwommenheit die Gegenposition zur klassizistischen Forderung nach klar definierten Bildelementen und einer strukturierten Gesamtkomposition.
Unbestritten ist, dass die Romantik das Individuelle, das Einzigartige des Künstlers, gespiegelt in der Natur seiner Bilderin, in die Kunstgeschichte eingebracht hat.

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