Pop Art (Fassung 2017)

5:01 Minuten

Die Pop-Art-Bewegung entsteht in den 1950er Jahren unabhängig voneinander zunächst in den USA und in England. Die Stilrichtung wird häufig als eine Gegenreaktion auf die hochintellektuelle abstrakte Kunst betrachtet, die das Kunstgeschehen in Europa und den USA dominiert. Die Pop-Art-Künstler wenden sich bewusst dem Trivialen zu, insbesondere dem wachsenden Konsum. Auch die Welt der Technik und die Massenmedien werden thematisiert. Die Grenzen zwischen Kunst und Alltagswelt sollen verschwinden. Die Banalität der Konsumgesellschaft wird Kunst.

Dabei gibt es kein gemeinsames Programm oder Manifest der Pop-Art. Stilbildend sind eher die inhaltlichen Verweise oder die Übernahme populärkultureller Stilmittel wie Comic-Zeichnungen oder Werbegrafiken. Konservative Kritiker werfen der neuen Künstler-Generation folgerichtig Trivialität und Verflachung vor. Das breite Publikum dagegen ist interessiert an der neuen Kunst, die sich nicht mehr verschlossen und elitär gibt, sondern ihre Themen und Materialien im Alltag findet.

Auch die aufkommende Jugendkultur der Popmusik ist eine Inspirationsquelle für die Pop-Künstler. Sie wollen an dieser Bewegungen nicht nur teilnehmen, sondern sie mitprägen. Daher gibt es zahlreiche Überschneidungen zwischen bildender Kunst und Musik - von der Gestaltung der Plattencover bis zu zahlreichen Bands, die sich an den Kunsthochschulen formieren.

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